Braunkohle-Abbau in der Lausitz: Was nach den Baggern kommt… – ein Vororttermin

Dieses Schild findet man überall im Kohlerevier

Dieses Schild findet man überall im Kohlerevier

Sperrbereich – Betreten verboten. Lebensgefahr. Wir sind am Bergener See in der Lausitz. 2010 kam es hier, im ehemaligen Tagebau Spreetal, zu einer großflächigen Rutschung. Eine Flutwelle riss einige Schafe in den Tod. Seitdem ist die Region weitläufig abgesperrt. Dieses Schicksal teilt der Bergener See mit 100 anderen Seen und Teichen im Lausitzer Seenland, die teilweise oder ganz gesperrt sind. Andere Gewässer sind zwar zugänglich, haben aber mit anderen Widrigkeiten zu kämpfen. Es fehlt an Flusswasser für ihre Flutung. Seen müssen gekalkt werden, um die im Seewasser entstehende Schwefelsäure zu neutralisieren.

Trotz aller Bemühungen kommt es immer wieder zu rätselhaftem Fischsterben: Im November 2013 verendeten Tausende Fische im Scheibesee. Erst im Mai 2014 verendeten massenhaft Fische im Schwarzen Graben in Hoyerswerda (OT Knappenrode) mit bis heute ungeklärter Ursache. Im April 2014 wurde der mit großem Tamtam erst im Juni 2013 von Sachsens Ministerpräsidenten eröffnete Koschener Kanal zwischen Senftenberger und Geierswalder See aufgrund eines massenhaften Fischsterbens geschlossen. Bereits 2013 hatten Erholungssuchende über massiven Schlamm und braune Flocken im sächsischen Geierswalder See geklagt. Interessante Randnotiz: Der Kanal kostete statt den veranschlagten 6,5 Mio. Euro satte 51 Mio. Euro!

(mehr …)

Grüne-PM-208: Wahldebatte: Verkehrspolitik, Klima- und Umweltschutz spielen bei Tillich und Gebhardt keine Rolle

gruene-sn_plakate-ltw2014_ums-ganzeWahldebatte: Verkehrspolitik, Klima- und Umweltschutz spielen bei Tillich und Gebhardt keine Rolle
Hermenau: Stanislaw Tillich hat keine politischen Ideen, ihn treibt nur ein wolkiges ‘Weiter so’
Dresden. Zur gestrigen Wahldebatte zwischen den beiden Spitzenkandidaten von CDU und Linken, Stanislaw Tillich und Rico Gebhardt, zur Landtagswahl erklärt Antje Hermenau, Spitzenkandidatin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
“Wer bei dieser Wahl gewinnen will, muss Sachsens Chancen nutzen wollen. Stanislaw Tillich verliert sich hingegen in einem wolkigen ‘Weiter so’, anstatt klar zu benennen, welche Ziele er für Sachsen anstrebt. Zu Naturschutz, umweltgerechter Landwirtschaft und Stärkung des öffentlichen Verkehrs war von keinem der beiden Spitzenkandidaten etwas zu hören. In Sachen Zuwanderungspolitik sind Tillichs Aussagen dünn. Die Diskussion zwischen Herrn Tillich und Herrn Gebhardt zeigte klar: Zukunftsfeste Energiepolitik und Klimaschutz ist nur mit uns GRÜNEN denkbar. Wir wollen Schritt für Schritt bis 2030 aus der Braunkohle aussteigen. Heimat- und Naturzerstörung haben für uns keine Zukunft. Leider hat dieses Thema in der Debatte gar keine Rolle gespielt. Dabei ist die Braunkohleverstromung viel teurer, als immer vorgegaukelt wird. Durch indirekte Subventionen wird der Strompreis künstlich niedrig gehalten. Doch unsere Kinder und Kindeskinder werden die daraus folgenden Ewigkeitskosten zahlen müssen.”

(mehr …)

GRÜNE Bergbautour an der teuersten „Brücke“ der Geschichte mit Simone Peter und Direktkandidat Jan Schubert (WK44/Dresden 4)

10610688_10204344560875320_6325377089635734951_nMit einem eng gesteckten Tagesplan besuchten Simone Peter – Bundesvorsitzende BÜNDNIS 90/Die GRÜNEN, Oliver Krischer – MdB, Gudrun Zentis – MdL Nordrhein-Westphalen, Heide Schinowsky – Landesvorstandsmitglied GRÜNE Brandenburg, Jan Schubert (Direktkandidat zur sächsischen Landtagswahl 2014 WK44)  und Fraktionsvorsitzende Antje Hermenau – MdL, im Rahmen der „Bergbautour“ das Lausitzer Seenland und sorbische Aktivisten/innen, sowie den Tagebau Nochten. GRÜNER Landtagsdirektkandidat im Wahlkreis 55 Victor Vincze und Kreisvorsitzender Jens Bitzka führten die renommierte Delegation.

(mehr …)

Meine Antworten auf die Wahlprüfsteine der Naturschutzjugend (NAJU)

06_Schubert_7442

Wie stellen Sie sich die Landwirtschaft der Zukunft vor?

Wir als Partei Bündnis 90/Die Grünen setzen uns bereits seit Jahren für die Förderung des ökologischen Landbaus ein. Bei diesem werden unter Einhaltung strenger Auflagen zum Tier- und Naturschutz Lebensmittel produziert. Meiner Ansicht nach können nur damit die langfristige Lebensfähigkeit des Bodens gesichert und unsere natürlichen Lebensgrundlagen bewahrt werden.

Gerade bei der Vergabe von Fördermitteln im Agrarbereich muss es daher ein Umdenken geben. Wir wollen, dass die Vergabe zukünftig an ökologischen und sozialen Kriterien ausgerichtet wird. Daneben machen wir uns für eine artgerechte Tierhaltung stark und lehnen folgerichtig die Massentierhaltung ab. Lebensmittel zu Dumpingpreise, erkauft durch Agrotechnik und Massentierhaltung, sind nicht vereinbar mit unserem Ansatz von ökologischer Landwirtschaft.

(mehr …)

GRÜNE stellen Programm gegen Lehrermangel in Sachsen vor – mindestens 10.000 neue Lehrer bis 2020

gruene-sn_plakate-ltw2014_schule_a6f54217b8Dresden. In einem Fachgespräch mit Vertreterinnen und Vertretern von Gewerkschaften, Elternvertretern und Sozialverbänden haben Antje Hermenau, Spitzenkandidatin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Landtagswahl in Sachsen, und die GRÜNEN-Landesvorsitzende Claudia Maicher das GRÜNE Programm gegen Lehrermangel vorgestellt.

“Das Thema Bildung bewegt die Gemüter. Lehrermangel, Unterrichtsausfall, Fremdsprachenlotterie – die Probleme in den Schulen sind offenkundig aber weitgehend hausgemacht. Bis 2020 werden die Schülerzahlen in Sachsen weiter steigen, aber ein Drittel der Lehrer in Rente gehen. Statt ein fundiertes Personalkonzept zu haben, fährt der Freistaat auf Sicht. Das muss anders werden,” erklärte Antje Hermenau.

(mehr …)

Pumpspeicherkraftwerk Markersbach – GRÜNE: Rahmenbedingungen für Speicher unzureichend

gruene-sn_plakate-ltw2014_ideen_8bd26520e1Hermenau: Hat für Ministerpräsident Stanislaw Tillich die Befreiung von Netzentgelten für Pumpspeicherkraftwerke keine Priorität mehr?
————————————————————————
Dresden. Nach Informationen des MDR verzichtet Vattenfall aufgrund mangelnder Wirtschaftlichkeit vorerst auf den weiteren millionenschweren Ausbau des zweitgrößten Pumpspeicherkraftwerks in Sachsen. Aus den gleichen Gründen liegt auch die Modernisierung des Pumpspeicherkraftwerks Niederwartha in Dresden seit Jahren auf Eis.

(mehr …)

Studie TU Dresden zur Klimaentwicklung in Sachsen lässt nur einen Schluss zu: Wir müssen raus aus der klimaschädlichen Braunkohle

Braunkohletagebau Welzow Süd in Brandenburg

Pressemitteilung vom 05.08.2014 LV Sachsen

Dresden. Zu den deutlichen Ergebnissen der Studie “Analyse der Klimaentwicklung in Sachsen” der TU Dresden erklärt Volkmar Zschocke, Spitzenkandidat der GRÜNEN zur Landtagswahl:

“Die Forschungsergebnisse der Experten vom Institut für Meteorologie um Prof. Christian Bernhofer zeigen vor allem eines: Sachsen ist einer der Top-Klimasünder im internationalen Vergleich und ist verpflichtet, etwas dagegen zu tun.”

(mehr …)