Mehr als 7.500 Menschen verbinden die von der Abbaggerung bedrohten Orte Kerkwitz und Grabice in Polen, um ein Zeichen gegen die Braunkohleverstromung zu setzen

Das Zeichen des Widerstandes

Das Zeichen des Widerstandes

Aus ganz Deutschland und Europa reisten am 23.08.2014 mehr als 7.500 Menschen in die Lausitz, um ein eindrucksvolles Zeichen gegen die Abbaggerung von weiteren Orten und gegen die Braunkohleverstromung zu setzen. Mit einer Menschenkette von acht Kilometern Länge verbanden sie die beiden Orte Kerkwitz und das polnische Grabice. Die Querung der Grenze erfolgte durch Feuerwehrleute in Groß Gastrose, die durch den Grenzfluss wateten. Beide Orte sollen Opfer neuer Tagebaue werden. Tausende Menschen sind von der Umsiedlung bedroht und verlieren ihre Heimat. Insgesamt sind in Deutschland bereits 136 Orte den Kohlebaggern zum Opfer gefallen.

Allein in der Lausitz werden für die neuen Tagebaue Nochten II (von der sächsischen Landesregierung vor kurzem beschlossen) und Welzow-Süd mehr als 2.000 Menschen vertrieben. In Polen sind über 3.000 Menschen vom Heimatverlust bedroht. Dagegen hat sich vor Ort Widerstand formiert. Gegen Nochten II bündelt das Bündnis „Strukturwandel Jetzt! Kein Nochten II“ den Protest gegen die klimaschädliche Braunkohleverstromung. Vor einigen Tagen hat ein Bürger aus Schleife (ebenfalls von der Abbaggerung bedroht) Klage am Oberlandesgericht in Bautzen gegen den geplanten und bereits beschlossenen Tagebau Nochten II eingereicht. Unterstützung erhält er dabei vom Bund für Naturschutz und Umwelt Deutschland (BUND).

Deren Vorsitzender für den sächsischen Landesverband, Dr. Felix Ekardt, fasst den Antrieb für die Klage wie folgt zusammen: „Braunkohle ist die klimaschädlichste Energieerzeugungsform. Braunkohle ist außerdem unwirtschaftlich, für den Betreiber zwar nicht, aber für die Gesellschaft – aufgrund von Folgeschäden für das Klima, für das Grundwasser, Natur und Böden.“

Fotos von der Braunkohlekette

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